Hof Raskop

 
Ebenfalls zur Gemarkung Landscheid gehört "Hof Raskop". Auf dem Gelände des Hofes stand früher eine Eisenhütte. Diese verfiel allerdings schon 1685. Mit ausschlaggebend für die Gründung dürfte wohl auch der Erfolg der Eisenhütte in Eisenschmitt zur damaligen Zeit gewesen sein. Erstmals urkundlich genannt wurde eine Eisenhütte in Raskopp im Jahre 1470. 
 
Die Produkte der Hütte In Raskop wurden neben den herkömmlichen Hüttenpro-dukten auch gußeiserne Öfen hergestellt. 
Die Hütte produzierte auch Kriegswaffen. Der Amt-mann von Wittlich ließ in den Jahren 1487/88 auf der Hütte Kanonen gießen.
Aber auch Haushalts-gegenstände wurden hier produziert. 

Im Jahre 1719 entstand ein Streit um die Waldnutzung in den Wäldern Saalholz und Überbüsch zwischen dem Kloster Himmerod und den Gemeinden Landscheid, Burg, Niederkail und Binsfeld. Aus den Akten geht hervor, daß das Hüttenwerk damals nicht mehr bestanden hat und daß der damalige Hof Raskop auf dem alten Standort des Hüttenwerkes errichtet worden war. Der Hof gehörte damals dem Kloster Himmerod. Der benachbarte Hof Hau, der im Jahre 1690 errichtet wurde, erhielt seinen Namen von einer Rodungsfläche, die durch Kohlenbrenner angelegt wurde. Die Kohlen wurden zum Hüttenwerk Raskop geliefert.